Motorradhelme unterliegen in Deutschland und auch ganz Europa einer bestimmten Norm. Nachdem sie dieser unterliegen, werden alle Helme als Kopfschutz verkauft. Doch diese Norm ist letztendlich ein Mindeststandard und nicht jeder Motorradhelm ist gleich gut und zuverlässig. Meist sind aufwendig gestaltete Helm bedeutend teurer und das gleiche gilt für die Ausstattung

Motorradhelme bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Wer einen günstigeren Helm erwerben möchte, sollte einen Helm aus Thermoplaste kaufen, denn diese sind durch die leichte Formbarkeit des Kunststoffes sehr preiswert in der Produktion. Allerdings ist Thermoplaste letztendlich auch weniger widerstandsfähig als teurere Duroplasten. Diese werden aus eine Mischung von Kevlar-, Karbon- und Fiberglasfäden gefertigt und das Ergebnis sind sehr widerstandsfähige und steife Motorradhelme. Durch die aufwendigere Produktion sind diese Helme auch teurer in der Anschaffung.

Heutzutage werden Motorradhelme immer moderner und somit auch immer leichter. Ein schwerer Helm greift auf Dauer den Nacken und die Halsmuskulatur an, weshalb das Gewicht zunehmend reduziert wird. Ein guter Integralhelm wiegt durchschnittlich 1.500 Gramm, während ein für den sportlichen Einsatz geeigneter Helm auch mal weniger als ein Kilo wiegen kann. Je besser das Ausstattungsniveau, desto leichter kann der Helm bedient werden. Bei einem Helm gilt vor allem: Der Motorradhelm ist nur so gut wie die schlechteste Komponente. Egal, wie weich das Innenfutter ist, wenn der Helm beim Fahren nur stört und viel zu schwer ist, ist er wohl trotzdem keine gute Wahl.
Obwohl es Helme in verschiedenen Größen gibt (und diese als guter Orientierungswert dienen), ist die Passform des Helms besonders wichtig. Selbst, wenn die Größe stimmt, kann es passieren, dass der Helm einfach nicht zur Kopfform passt. Deshalb Motorradhelme am besten immer anprobieren und kurz überprüfen, wie er sich bedienen lässt.

Obwohl alle erlaubten Motorradhelme einer bestimmten Norm unterliegen, heißt es nicht, dass alle gleich gut für jeden Fahrer geeignet sind. Sie sollten zur Kopfform und den Aufgaben passen, die sie erfüllen sollen.